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Produktreise durch den Alpine Innovation Hub

Entlang einer durchgängigen Produktreise wird aufgezeigt, wie bei STEINEL Solutions aus einzelnen Bauteilen ein serienfähiges System entwickelt, industrialisiert und gefertigt wird. Der Fokus liegt dabei auf einem strukturierten Zusammenspiel von Entwicklung, Production Engineering, Beschaffung und Fertigung, ergänzt durch klar definierte Verantwortlichkeiten und stabile Prozesse.

Ein ganzheitlicher Weg von der Idee zur Serie

Ziel ist es, den Weg eines Produkts nicht isoliert aus Sicht einzelner Fertigungsschritte zu betrachten, sondern als zusammenhängenden technischen und organisatorischen Ablauf.

Entlang dieser Kette werden Entscheidungen zu Bauteilen, Prozessen und Prüfkonzepten getroffen, immer mit Blick auf Serienfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg.

Technische Infrastruktur bildet dabei die Voraussetzung, entscheidend ist jedoch die systematische Verknüpfung.

Die Produktreise folgt bei STEINEL Solutions einem klaren Grundsatz: Früh getroffene technische und organisatorische Entscheidungen bestimmen wesentlich die spätere Stabilität in der Serie. Aus diesem Grund setzt das Unternehmen auf einen integrierten Ansatz, bei dem Materialverfügbarkeit, technologische Abhängigkeiten, Fertigungsprozesse und Prüfstrategien nicht nacheinander, sondern parallel bewertet werden. Veränderungen im Marktumfeld wie Allokationen, Obsoleszenz oder wirtschaftliche Schwankungen werden dabei nicht als Ausnahme, sondern als feste Randbedingungen in die Planung einbezogen.

Frühe Entscheidungen legen den Grundstein

Der Startpunkt der Produktreise liegt nicht in der Fertigung, sondern in der Phase der Angebots- und Projektdefinition.

Bereits hier werden die wesentlichen Weichen für eine spätere Serienfertigung gestellt. Technisch fundierte Angebote gehen über die reine Preisbildung hinaus und berücksichtigen die tatsächliche Umsetzbarkeit eines Produkts unter realen Marktbedingungen.

In diese frühe Bewertung fliessen unter anderem Materialverfügbarkeit, Risiken in der Bauteilauswahl, mögliche Alternativen sowie zeitliche Anforderungen ein. Ebenso werden technologische Abhängigkeiten und potenzielle Engpässe identifiziert. Ziel ist es, dem Kunden eine belastbare Entscheidungsgrundlage zu bieten, die nicht nur kurzfristig funktioniert, sondern auch mittel- und langfristig tragfähig ist.

STEINEL Solutions übernimmt in dieser Phase bewusst die Rolle eines technischen Partners. Fragestellungen zur Designrobustheit, zur Absicherung kritischer Komponenten oder zu externen Einflussfaktoren werden frühzeitig adressiert. Die Produktreise beginnt damit nicht mit einer Fertigungsfreigabe, sondern mit einer gemeinsamen technischen Standortbestimmung, aus der sich realistische Zeitpläne, stabile Konzepte und eine klare Erwartungshaltung entwickeln.

Gerade in Zeiten zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheiten gewinnen Nähe zum Kunden und gegenseitiges Vertrauen weiter an Bedeutung. Transparente Kommunikation, realistische Einschätzungen und ein gemeinsames Verständnis für Risiken und Chancen bilden die Grundlage für eine belastbare Zusammenarbeit. Aus dieser technischen und partnerschaftlichen Abstimmung heraus erfolgt der nächste Schritt der Produktreise: die Bestellung als bewusst getroffene Entscheidung für einen langfristig tragfähigen Lösungsansatz.

Production Engineering verbindet Produkt und Prozess



Eine zentrale Voraussetzung für diese fundierten Entscheidungen ist das enge Zusammenspiel von Vertrieb, Einkauf und Projektmanagement mit dem Production Engineering. Diese Funktionen agieren bei STEINEL Solutions nicht als voneinander getrennte Einheiten, sondern als integriertes Team mit klar definierten Verantwortlichkeiten und kurzen Abstimmungswegen. Entscheidungen entstehen dadurch nicht aus einer einzelnen Sichtweise, sondern basieren auf technischer Machbarkeit, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und projektspezifischen Anforderungen.

Insbesondere das Production Engineering mit Fokus auf neue Produkte übernimmt dabei eine Schlüsselrolle. Neue Baugruppen und Systeme werden frühzeitig im Hinblick auf ihre Serienfähigkeit analysiert. Prüfkonzepte, Fertigungsprozesse und potenzielle Engpässe werden bereits in der Angebots-  und Planungsphase berücksichtigt. Risiken lassen sich so frühzeitig identifizieren und gezielt steuern, bevor sie sich im weiteren Verlauf der Produktreise verfestigen.

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Produktreise im Alpine Innovation Hub: Von der Angebotsphase bis zur Serie: alle Schritte sind eng verzahnt.

Zusammenarbeit schafft Sicherheit
Diese strukturierte Zusammenarbeit schafft Sicherheit auf beiden Seiten. Für Kunden, weil Entscheidungen nachvollziehbar und belastbar sind. Für STEINEL Solutions, weil neue Produkte von Beginn an auf eine stabile Umsetzung ausgerichtet werden. Vertrauen entsteht dabei nicht durch Zusagen, sondern durch konsistente technische Argumentation und realistische Einschätzungen. Daraus entwickeln sich Partnerschaften, die über einzelne Projekte hinaus Bestand haben und die Grundlage für erfolgreiche Serienprodukte bilden.
Agilität trifft auf Umsetzungskompetenz
Charakteristisch für STEINEL Solutions ist dabei die ausgewogene Balance zwischen einer sinnvoll dimensionierten Unternehmensgrösse, einem breiten technologischen Equipment im Sinne eines One-Stop-Shop Ansatzes und der daraus resultierenden Agilität. Die Organisation ist gross genug, um komplexe Entwicklungs-  und Fertigungsprojekte zuverlässig abzubilden und gleichzeitig flexibel genug, um rasch auf neue Anforderungen reagieren zu können. Diese Kombination ermöglicht kurze Entscheidungswege und eine hohe technische Reaktionsfähigkeit entlang der gesamten Produktreise.
Klare Rollen sichern die Umsetzung
Die Rollenverteilung ist dabei bewusst klar gehalten. Der Projektleiter sorgt für Struktur und Übersicht, während das Production Engineering sowohl produktbezogen mit Blick auf Funktionsumfang, Testbarkeit und Serienfähigkeit als auch prozessbezogen mit Fokus auf Maschinen, Linienkonzepte und stabile Fertigungsparameter arbeitet. Diese klare Zuordnung verhindert den Verlust des technischen Fokus und schafft eine belastbare Verbindung zwischen Produktidee und Fertigungsrealität.
Klare Prozesse von der Bestellung bis zur Serie
Unmittelbar nach der Bestellung folgt die Umsetzung entlang klar definierter Strukturen, die bewusst agil gelebt werden. Ein zentraler Ausgangspunkt ist die Beschaffung der benötigten Komponenten. Bereits vor der finalen Bestellung werden Bauteile systematisch analysiert, unter anderem hinsichtlich Lebensdauer, Abkündigungsrisiken und möglicher Substitutionsszenarien. Potenzielle Engpässe und spätere Entwicklungsrisiken lassen sich so frühzeitig erkennen und vermeiden. Durch die eigene Entwicklungs- und Engineering-Kompetenz können Kunden bei Bedarf gezielt entlastet und unterstützt werden.

Mit der Freigabe der Materialliste beginnt die physische Produktreise. Komponenten aus internationalen Beschaffungsmärkten treffen in Einsiedeln ein, werden strukturiert eingelagert und im Wareneingang geprüft. Dabei kommt ein automatisiertes Prüfsystem zum Einsatz, das relevante Etiketteninformationen erfasst und eindeutig zuordnet. Materialqualität, Rückverfolgbarkeit und Datenkonsistenz sind damit von Beginn an sichergestellt und bilden die stabile Basis für die weiteren Schritte. Ab diesem Zeitpunkt liegt die Gesamtkoordination beim Projektleiter. Er führt das Produkt durch die nächsten Etappen der Entstehung und stellt sicher, dass Termine, Inhalte und Verantwortlichkeiten zusammengeführt werden. Parallel dazu übernimmt das Production Engineering die technische Führung. Prüfkonzepte, Prüfmittel und Fertigungsprozesse werden definiert, bewertet und kontinuierlich weiterentwickelt.
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SMD Fertigung

Die Produktreise führt so konsequent zur ersten eigentlichen Fertigungsstation, der SMD Bestückung. Diese ist bei STEINEL Solutions als geschlossene Linie mit modernen Bestückungsrobotern ausgelegt. Zur Linie gehören der Pastendruck, eine Pasteninspektion, die Laserbeschriftung zur eindeutigen Identifikation sowie eine automatische optische Inspektion. Alle für eine stabile, reproduzierbare und rückverfolgbare SMD Fertigung erforderlichen Prozessschritte sind integriert. An dieser Stelle wird erstmals deutlich, dass das Produkt in ein technisch vollständig ausgestattetes Umfeld eingebettet ist, das konsequent auf Qualität ausgerichtet ist.

Im Anschluss an die SMD Bestückung eröffnen sich, abhängig vom Reifegrad des Produkts sowie der geplanten Stückzahl und den Qualitätsanforderungen, unterschiedliche Prüf-  und Teststrategien. Integrierte Schaltungstests oder Funktionstests ermöglichen frühzeitige Aussagen zur elektrischen und funktionalen Qualität. In frühen Entwicklungsphasen oder bei kleineren Serien kommt häufig ein Flying Probe Test zum Einsatz, insbesondere wenn das Design noch nicht vollständig finalisiert ist. Die Auswahl der Prüfstrategie erfolgt stets in enger Abstimmung mit dem Kunden und orientiert sich am tatsächlichen Nutzen für Produkt und Serie.

Prozesssicherheit und produktspezifische Auslegung

Die gezielte Betreuung des Produkts bleibt dabei ein zentrales Element. Geräte werden bei STEINEL Solutions nicht lediglich durch standardisierte Prozesse geführt, sondern aktiv begleitet. Gerade bei komplexen Produkten können zahlreiche Einflussfaktoren den späteren Serienerfolg beeinträchtigen, wenn sie zu spät erkannt werden. Eine bedarfsgerecht ausgelegte Prüfstrategie trägt wesentlich dazu bei, Risiken zu reduzieren und stabile Serienprozesse sicherzustellen.

Je nach Produkt und Branche, Funktionsumfang und Komplexität der Baugruppe schliessen sich THT Prozesse an. Auch hier wird das Produkt durch das Production Engineering entlang sämtlicher Lötprozesse begleitet. Ergänzt wird dies durch die Fachkompetenz der qualifizierten Mitarbeitenden sowie die konsequente Einhaltung der jeweils relevanten IPC Lötklassen. Abnahmekriterien und Qualitätsanforderungen werden stets im Kontext des späteren Einsatzbereichs bewertet.

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THT Verarbeitung und Lötprozesse

Für die THT Verarbeitung stehen sowohl Wellen- als auch Selektivlötanlagen zur Verfügung. Die Wahl des Verfahrens erfolgt nicht standardisiert, sondern als technischer Entscheid entlang der jeweiligen Produktanforderungen. Geometrie, Stückzahl und Qualitätsanspruch bestimmen den Prozess. Auch dieser Abschnitt der Produktreise bleibt konsequent auf Genauigkeit, Reproduzierbarkeit und langfristige Serienfähigkeit ausgerichtet. 

Ist dieses Fundament gelegt, wird entschieden, ob die Produktreise an diesem Punkt endet oder ob das erarbeitete Know-how für den Aufbau eines vollständigen Systems genutzt wird. In vielen Projekten wird bewusst der nächste Schritt gewählt und das Produkt in den Montageprozess überführt. Konstruktion, Production Engineering und Projektleitung begleiten das Gerät auch in dieser Phase und stellen sicher, dass technische Entscheidungen konsistent weitergeführt werden.

Assembly, Integration und produktnahe Umsetzung

In der Assembly Phase werden montagefähige Strukturen geschaffen, die auf Stückzahlen und Produktkomplexität abgestimmt sind. Montagelinien werden stabil, flexibel und erweiterbar ausgelegt. Für hohe Volumen kommt standardisierte Robotik zum Einsatz, während bei variantenreichen Produkten manuelle oder hybride Konzepte mit spezifischen Betriebsmitteln realisiert werden. Prozesse wie Vergiessen, Lackieren, Ultraschallschweissen oder weitere produktspezifische Schritte werden gezielt integriert, stets mit Blick auf Qualität, Prozesssicherheit und Wiederholbarkeit.

Entscheidend ist dabei weniger die einzelne Technologie als die grundsätzliche Haltung, Produkte kontinuierlich weiterzuentwickeln. Prozesse zu hinterfragen, Lösungen zu verbessern und Verantwortung für das Gesamtergebnis zu übernehmen, prägt auch diese Phase der Produktreise. Erst das Zusammenspiel aus klarer Struktur, fachlicher Kompetenz und Engagement macht den Unterschied.

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Am Ende dieser Produktreise steht ein System, das nicht nur hergestellt, sondern in seiner technischen Gesamtheit durchdacht und abgesichert ist. Ein Produkt, das aus einem Umfeld stammt, in dem Entwicklung, Produktion und Industrialisierung eng ineinandergreifen und konsequent auf Serienfähigkeit ausgerichtet sind. Entscheidend ist dabei ist der Anspruch, Produkte entlang ihres gesamten Lebenszyklus zu begleiten. Im Alpine Innovation Hub versteht sich STEINEL Solutions als Partner, der Lösungen schafft, die langfristig funktionieren und einen nachhaltigen Beitrag zum Erfolg der Kunden leisten – von der ersten Idee bis zum marktfähigen System.
Portrait des Mitarbeiters, von dem der Werdegang thematisiert wird

«Viele Herausforderungen entstehen, weil entscheidende Fragen zu spät gestellt werden. Unser Ansatz setzt bewusst früher an – gemeinsam mit dem Kunden»  

Florian Blöchlinger, Head of Business Development bei STEINEL Solutions AG